Musikkurs 13 erlebt einen Schlagzeug-Improvisationsabend der Extraklasse!

Herr Rudkowski hatte seine Schüler einmal wieder dazu eingeladen, sich auf eine Exkursion in die Hochschule für Musik zu begeben. Diesmal sollte es ein Werkstattkonzert der Schlagzeugklasse werden. Nicht mehr und nicht weniger war im Programm der Hochschule angekündigt worden. So rechneten Lehrer und Schüler damit, einige Stücke von toten und auch noch lebendigen Komponisten zu hören, vorgetragen auf allerlei Trommeln, Vibraphonen und Marimbas.

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Es kam aber alles ganz anders:
Ein asiatischer Student machte dem Publikum auf englisch klar, dass es heute fast ausschließlich improvisierte Beiträge geben werde. Deswegen würde er selbst auch gleich damit anfangen, eine freie Improvisation auf seiner Snare-Drum zu spielen. Später würden die Studenten dann auch zu zweit, zu dritt und mit noch mehr Spielern frei improvisieren. Okay, das klang immerhin ungewöhnlich und interessant.

Dabei ließ er sich allerdings sehr viel Zeit, schaute still „im Freeze“ erst einmal eine Minute seine Trommel an, bevor er dann bedeutungsvoll mit seinem Zeigefinger ein kurzes leises „Plopp“ machte – um dann wieder recht lange zu warten, bis auch ein weiterer Finger zum Einsatz kam. Später wurde Trommel dann auch einmal gedreht, angeschaut, bedeutungsvoll in die Höhe gehalten, um dann nach gefühlten 10 Minuten mit seinem Mund diverse Hauch- und Windgeräusche in seine Snaredrum zu pusten. Irgendwann fing  der Student dann an, mit einem nassen Finger Reibegeräusche auf der Trommel zu produzieren, die ein wenig so klangen, als hätte jemand Probleme mit Blähungen!

Es war wirklich sehr schwierig, bei dieser Performance ernst zu bleiben. Herr Rudkowski hatte seine Schüler vor dem Konzert eindringlich ermahnt und gebeten, sich leise und vorbildlich zu verhalten. Trotz der erschwerten Bedingungen haben die Schüler des Musikkurs 13 das unglaublich gut hinbekommen.

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Am Ende des Konzertes gab es einen großen Applaus von den Besuchern. Als dieser dann irgendwann nachließ, fing einer der Studenten wieder an zu klatschen. Das Publikum dachte, „aha, die wollen wohl noch mehr Applaus“ und fingen erneut an zu klatschen. Später stellte sich dann heraus, dass dies der Beginn einer erneuten Zugabe-Improvisation war, diesmal unter Einbeziehung des Publikums!

Ja, es war anstrengend, aber es war auch sehr lustig und interessant, eben kein „normales“ Konzertvergnügen, sondern zeitgenössische Musik hautnah erlebt!

Und ja, es gab auch einige wenige „normale“ Stücke, die sehr virtuos vorgetragen wurden. Auf jeden Fall war es wieder eine ganz tolle Erfahrung, den jungen Musikern bei ihrer Arbeit zusehen und zuhören zu dürfen.

Kultur

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