„Wenn Hühner mobil sind“ – Biologieunterricht bei der Lebenshilfe

ein Bericht von Reinhard Schiffer

Das Hühnermobil auf der Wiese

Das Hühnermobil auf der Wiese: Ist das Gras weggeschaart, wir das Mobil einfach ein Stück weiter gefahren und der Zaun wird neu gespannt.

„Herr Schiffer, muss ich denn wirklich mit auf die Wiese?“ „Aber sicher, du willst doch kennenlernen, was du gerne isst…“

Nachdem die Klasse 5B im Biologieunterricht per Film bereits gesehen hatte, wie heutzutage Chickennuggets und Eier produziert werden, ging es nun in die Natur, allerdings nicht zur Ostereiersuche.

Der Eiablagebereich

Der Eiablagebereich: Nester für die Eiablage gibt es nicht. Und auf die Wiese werden die Eier auch nicht einfach abgelegt. Im Hühnermobil gibt es einen speziellen „Eiablagebereich“ der etwas wärmer und abgedunkelt ist. Zudem ist dieser Bereich mit einer speziellen Spreu versehen und das Huhn kann sich weich betten. Über eine Außenklappe kommt man gut an diese Stelle heran und kann die Eier bequem einsammeln.

Die Lebenshilfe Detmold hat ein Hühnermobil,- und das ist eine echte Alternative zur Eierproduktion in der Massentierhaltung. Die Hennen sind den ganzen Tag auf einer großen Wiese unterwegs und können dort nach Würmern suchen, im Boden scharren und den Hähnen schöne Augen machen. Am Abend geht es dann in den beweglichen Hühnerstall, das Hühnermobil. Ist die Wiese um den mobilen Hühnerstall von den Tieren verwüstet, geht es einfach mit dem Stall ein Stück weiter und der Zaun wird neu abgesteckt.

Einer von mehreren Hähnen: Die Hähne krähten nicht nur vergnügt herum. Vor denen sollte man schon etwas Respekt haben, wie einige Schüler erfahren konnten. Denn im Gegensatz zu den Hennen liefen die Hähne nicht immer davon, wenn es ihnen zu bunt wurde.

Einer von mehreren Hähnen: Die Hähne krähten nicht nur vergnügt herum. Vor denen sollte man schon etwas Respekt haben, wie einige Schüler erfahren konnten. Denn im Gegensatz zu den Hennen liefen die Hähne nicht immer davon, wenn es ihnen zu bunt wurde.

Natürlich wird auch bei der Lebenshilfe nach marktwirtschaftlichen Prinzipien gearbeitet. Die dort gehaltenen Hühner sind extra für das Eierlegen gezüchtet. Ein Huhn hat entsprechend mächtig zu tun und legt in 9 Tagen 8 Eier. Dafür bekommt es reichhaltiges Futter in seinem relativ kurzen Leben. Denn sehr alt werden die Hühner auch bei der biologischen Freilandhaltung nicht.

Blick in den Stall

Blick in den Stall: Hühner schlafen nicht gerne auf dem Boden. Daher gibt es im Hühnermobil Sitzstangen. Wenn alle „zuhause“ sind, wird es am Abend und in der Nacht schon eng. Ein Gitterrost auf dem Boden dient der Hygiene. Der Kot der Tiere fällt weitgehend auf einen Unterboden und so stehen die Tiere nicht im eigenen Schiet.

So bekommen die Tiere nicht ihr Gnadenbrot und werden schließlich beerdigt. Sie werden geschlachtet und als Suppenhühner vermarktet.

Hühner und Schüler lernen sich kennen

Hühner und Schüler lernen sich kennen: Denn wie war das doch gleich: Nur was man kennt, das schmeckt auch richtig gut – oder etwa nicht?

Aber bis dahin haben sie ein kurzes und etwas besseres Leben als viele ihrer Artgenossen. Und wenn dann noch eine Schulklasse zu Besuch kommt, wird es richtig interessant,- für beide Seiten übrigens.

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