Das Praktikum im Jahrgang 10 – ein Erfolgsmodell

Berufsorientierung ist auch Elternaufgabe

Ein Artikel von Reinhard Schiffer, Berufskoordinator Sek I

Großer Nutzen für die Schülerinnen und Schüler

Bereits zum 3. Mal fand im Februar das zweiwöchige Praktikum des 10. Jahrgangs statt. Und wie bereits im vergangenen Jahr wurde das Praktikum von einer sehr großen Mehrheit der Schülerinnen und Schüler als eine sehr hilfreiche Erfahrung eingeschätzt. Das gilt sowohl für das betriebliche Praktikum als auch für das Praktikum in der gymnasialen Oberstufe an unserer Schule.

Bildschirmfoto 2015-03-07 um 16.47.11

++ Mein Betriebspraktikum war eine sehr hilfreiche Erfahrung für mich.

— Mein Betriebspraktikum war absolut überflüssig.

 

Berufswahl wird konkret – der Wert der Berufsorientierung wird erkennbar

Bereits der Abend der Berufskollegs im Januar machte deutlich, dass nach der 10. Klasse eine berufliche Fachrichtung eingeschlagen werden muss. Spätestens zu diesem Zeitpunkt wird allen Schülerinnen und Schülern klar, dass die Berufsorientierung wichtig ist.

Viele Schülerinnen und Schüler haben außerordentlich positive Rückmeldungen in ihrem Praktikum erhalten. Manche haben ein Ausbildungsstellenangebot bekommen oder wurden ermutigt, sich direkt zu bewerben. Andere haben erkannt, dass die duale Berufsausbildung eine Alternative zum Berufskolleg sein kann.

Viele können sich vorstellen, in dem Bereich ihres absolvierten Praktikums später auch beruflich tätig zu sein.

Alle diese Punkte sind als Erfolg der schulischen Berufsorientierung zu betrachten.

Bildschirmfoto 2015-03-07 um 16.47.58

++ Ich kann mir gut vorstellen, dass ich in dem Berufsbereich meines Praktikums später arbeiten möchte.

— In dem Berufsbereich meines Praktikums möchte ich später ganz sicher nicht arbeiten.

 

Eltern sollten mehr unterstützen – Klassenlehrer können das nicht leisten

An dieser Stelle sollen aber auch mal ein paar nachdenkliche Worte geäußert werden dürfen.

Niemand an unserer Schule verlangt von 15 oder 16-jährigen Jugendlichen, dass Sie ohne Unterstützung einen Praktikumsplatz suchen sollen. Aber warum waren im Dezember ganz viele Schülerinnen und Schüler noch ohne Praktikumsplatz?

Bereits seit den Osterferien war der Praktikumstermin bekannt. Die Klassenlehrer erinnern ihre Schüler und appellieren an die Eltern. Außerdem gibt es seitens der Schule konkrete Hilfsangebote, die nur selten wahrgenommen werden.

Berufsorientierung ist nicht nur Aufgabe der Schule – das ist auch Aufgabe der Eltern.

 

Berufsqualifizierung

Comments are closed.