Die zwei Grundkurse Kunst der Stufe 11 haben Anfang Juni eine Exkursion nach Osnabrück unternommen. Mit dem Zug ging es nach Osnabrück. Zuerst wurde das Museum von außen besichtigt. Das Museum ist von dem jüdischen Architekten Daniel Liebeskind entworfen worden. Er hat mit dem Haus Leben und Werk verknüpft. Das zeigt sich auch in der Verwendung verschiedener Materialien: Im Holz spiegelt sich die behütete Jugend wieder, der Beton für die Verfolgung und Zink schließlich für die Vernichtung.

Felix Nussbaum wurde in 1904 Osnabrück geboren, verlebt dort eine glückliche Jugend, studierte u.a. in Paris. Er wurde von den Nationalsozialisten mit einem Berufsverbot belegt und floh nach Belgien. Dort versteckte er sich zusammen mit seiner Frau Felka Platek lange Zeit und malte dort unter schwierigen Bedingungen. Er dokumentiert seine Empfindungen in der Zeit: Verfolgung, Internierung, Bombenkrieg. Schließlich wurde er doch noch mit dem letzten Zug nach Auschwitz deportiert und dort am 2.8.1944 ermordet.
Im Museum haben die Schüler Gemälde aus den verschiedenen Lebensabschnitten gesehen und zusammen mit den Museumsführern interpretiert. Gleichzeitig wurde der Aufbau des Gebäudes erläutert.
D. Timmerhues-Gottschalk