„Von der Bühne zum Traumberuf“ – ein theaterpädagogisches Berufswahltraining

„Was denkt ihr denn, was muss ein Schauspieler können…“ Mit dieser Frage begann ein Projekt, an dem zwei Klassen des Jahrgangs 8 der Geschwister-Scholl-Gesamtschule teilnehmen konnten. Zu diesem Zweck trafen sich die Schülerinnen und Schüler mit den Schauspielerinnen Leonore Franckenstein und Silke Rodewald im „Haus der Kirche“ in Detmold-Herberhausen zu einem zweitägigen Workshop.
Dass Berufswahl und Berufseignung auch was mit den Techniken der Schauspielerei zu tun haben kann, zeigte sich bereits nach den ersten Übungen. „Stell euch mal neutral hin. – Welchen Eindruck erweckst du, wenn du die Arme verschränkst? – Weshalb hältst du dich selber am Arm fest? – Warum hast du die Füße nach innen gedreht? – Wie sieht das aus, wenn du die Hände in den Taschen hast?“ Nach einigen Auflockerungs- und Sprachübungen begann schließlich das szenische Spiel. Dabei sollten die Schülerinnen und Schüler zunächst „Standbilder“ darstellen und auf Zuruf eine Körperhaltung einnehmen, die zeigt, ob sie überlegen sind oder unterlegen sind. Schnell war allen klar, worum es in der Übung ging. Und nicht immer erzielten alle die Wirkung, die sie nach außen erzielen wollten: „Wenn du den Kopf nach unten senkst, glaubt dir niemand, dass du überlegen bist.“ „Zeig dein Gesicht und verstecke dich nicht hinter deinem Schal.“ „Überlegenheit hat nicht immer etwas mit Gewalt zu tun.“
Am zweiten Tag wurden Situationen aus dem Berufsumfeld gespielt, ein Tag als Praktikantin im Kindergarten, das Vorstellungsgespräch, Konflikte im Berufsalltag. In der Abschlussbesprechung wurde deutlich, dass es allen Teilnehmern des Workshops viel Spaß gemacht hatte und die Gruppen bekamen von Frau Frankenstein und Frau Rodewald viel Lob für ihr Engagement und ihr Spiel. Mit einem festen und sicheren Händedruck verabschiedeten sich alle Akteure von ihren beiden Lehrerinnen.
Unterstützt wurde das Projekt durch Fördermittel in Höhe von 3.100 Euro aus der Initiative „Zukunft gestalten. Vertiefte Berufsorientierung gestalten.“ Diese Initiative wird finanziert durch die Bundesagentur für Arbeit und das nordrhein-westfälische Ministerium für Schule und Weiterbildung. Umgesetzt wird das Projekt von der Stiftung „Partner für Schule NRW“.
Applaus für alle Beteiligten!
Berufsqualifizierung

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